MOERS. Einen kleinen Auszug aus dem Programm des dreitägigen Comedy Arts Festivals genossen rund 800 Vertreter von 365 Moerser Vereinen, Verbänden und Institutionen in der Sparkassen-Arena des Comedy Arts Festivals. Vorstand und Verwaltungsrat des öffentlich-rechtlichen Kreditinstitutes hatten erstmals nach Jahren wieder zum Vereinsfrühschoppen anläßlich der Vergabe von Spenden aus dem laufenden Haushalt sowie des PS-Zweckertrages eingeladen. „Wir verstehen diese Einladung als Dankeschön an die vielen Ehrenamtlichen in Moers“, sagte Sparkassenvorstand Karl-Heinz Tenter.
Manfred Gramse, der Vorsitzende des Verwaltungsrates, informierte die Vereinsvertreter über die Höhe der Spenden. Insgesamt fließen in diesem Jahr allein im Moerser Stadtgebiet 327.158,60 Euro in die Förderung ehrenamtlicher Arbeit und gemeinnütziger Aufgaben. Der Kreis der Empfänger reicht von kirchlichen Einrichtungen bis zur Feuerwehr, vom Sportverein bis zur Vereinigung der freien Wohlfahrtsverbände. Zusätzlich genehmigte das Kuratorium der Kulturstiftung Sparkasse Moers 109.500 Euro für die finanzielle Ausstattung größerer und kleinerer Kulturveranstaltungen und –projekte.
Bürgermeister Rafael Hofmann bedankte sich im Namen der Spendenempfänger und versprach, „daß Politik und Verwaltungsrat sorgsam darauf achten werden, daß alle Belange unserer Sparkasse auch zukünftig hier in Moers und nicht etwa in Duisburg entschieden werden“. Nach dem Applaus für dieses Versprechen gehörte die Bühne dem munteren Quartett „The Beez“ und dem Jongleur "Mr. Spin" aus Australien. Bis in den späten Nachmittag hinein bot der gastronomische Bereich auf dem Festivalgelände den Gästen der Sparkasse Moers eine gute Gelegenheit zu Gesprächen und Begegnungen.Auf dieser Seite finden Sie eine ganze Reihe von Fotos, die wir beim Vereinsfrühschoppen der Sparkasse Moers in der Sparkassen-Arena des Comedy Arts Festivals am Sonntag, 17. August 2003, aufgenommen haben. Zum Vergrößern der Fotos klicken Sie bitte einfach drauf.
MOERS. Die unfaßbare Mischung aus einem Känguruh und Ulrich Wickert hat einen Namen: Rob Spence. Man könnte auch glauben, der smarte Australier sei eine kultivierte Power-Version von Crocodile Dundee. Tanz, Pantomime, Wortwitz, Improvisation – Rob Spence, der Mann mit den ultralangen Unterarmen und einer herausnehmbaren Wirbelsäule war der Ayers Rock des Comedysamstags. Als Fels in der Brandung eines äußerst wechselvollen, acht Stunden (!) langen Programmbogens feierten die rund 1800 Zuschauer in der Sparkassen-Arena den Moderator des Abends als Attraktion und bestaunten ihn mitunter wie ein physiologisches Wunder.
SONSBECK. Eingebettet ins traditionelle Bergfest der Sonsbecker Landjugend war am Sonntag, 17. August, das Familienfest der Sparkasse Moers, das auf eine tolle Resonanz stieß. 52 Vereine, Verbände und Organisationen im Geschäftsgebiet Sonsbeck kommen in diesem Jahr in den Genuß von finanziellen Zuwendungen, die das Kreditinstitut aus den Töpfen „Spenden“ und „PS-Zweckertrag“ zur Verfügung stellt. Insgesamt sind das 23.800 Euro.
MOERS. Es kommt natürlich immer darauf an, wo man seine Späße treibt. „Wenn ich das, was ich hier auf der Bühne mache, beispielsweise in der U-Bahn erzählen würde, würden mich alle für total bescheuert halten.“ Vince Ebert, der Eisbrecher des 27. Comedy Arts Festivals kennt das Geschäft. Der 35jährige hat gerade den Bayrischen Kabarettpreis gewonnen und weiß, daß Humor eine ernste Sache ist. Seinen vergleichsweise schweren Job, als erster von 18 Programmpunkten das Festival-Publikum in positive Schwingung zu bringen, meisterte er entsprechend problemlos. Und auch als Moderator des Abends zeigte Vince Ebert, daß man ihn für Stand-Up-Comedy nachts wecken kann.
MOERS. Im knappen Jeans-Anzug mit rotem Einstecktuch stand er um Punkt zwei Minuten nach acht auf der Bühne. Länger hätten seine Fans wohl auch nicht mehr ruhig abgewartet. In den vorderen Reihen der beinahe vollbesetzten Sparkassen-Arena begann es bereits zu rumoren. Vergleichsweise unspektakulär trat Helge Schneider plötzlich aus dem Off hervor und begann mit seinem ersten Lied: „Fitze, Fitze, Fatze“, in dem er die Welt ein Jammertal nennt und dazu Xylophon spielt. „Verzeih mir, Baby“ heißt Helges neues Programm, für das er am Vorabend des Comedy Arts Festivals alte und neue Lieder, erstklassigen Jazz und Blues und dazu haarsträubende bis abstruse Geschichten mit nach Moers brachte.
MOERS. Die stetig wachsende Zahl von Computern in privaten Haushalten und am Arbeitsplatz brachte die Jungs von der Anne-Frank-Gesamtschule auf eine vielversprechende Unternehmensidee. „Wir sehen im An- und Verkauf einzelner Computerteile sowie dem kundenorientierten Rundumservice eine gute Marktlücke, die wir nutzen werden.“ So beschrieben Jochen Jellissen, Martin Schwenk, Martin Stepken und Christian Pulwer Anfang Mai ihre Pläne als Jungunternehmer. Knapp drei Monate später strichen die 15- und 16-jährigen Schüler bereits den ersten Reingewinn ein und verbuchten ihn unter dem Ausgabeposten „Urlaubsgeld“.
Zusammen mit sechs weiteren Teams hatten sich die vier Schüler unter dem Namen „Apple Joe Computer Store“ an der dritten „Start Up Gründungswerkstatt“ im Geschäftsgebiet der Sparkasse Moers beteiligt. Im Zuge des reinen Internet-Planspiels lösten sie und die anderen Gruppen insgesamt zwölf Aufgaben, mit denen die Teams gegenüber einer unabhängigen Jury ihre unternehmerische Kompetenz und Innovationskraft unter Beweis stellen mußten. Jochen Jellissen: „Wir haben 50 Stunden und mehr für alles zusammen gebraucht.“ Nach der Endabrechnung lagen sie auf Platz eins.
Jury lobte die Homepage
Besonders viel Mühe gaben sich die Gründer bei der Gestaltung ihrer eigenen Internetseiten. Martin Stepken: „Für diese Aufgabe bekam man viele Punkte, und es hat außerdem noch Spaß gemacht.“ Entsprechend viel Lob gab es dafür von der Jury: “Farblich und layouttechnisch stilvoll, sehr gut strukturiert und mit allen notwendigen Funktionen versehen, eine gute Visitenkarte für die erste Kontaktmöglichkeit mit Neukunden.“
Mit viel Lob bedachte die Jury aus Unternehmern und Bankern auch den Finanzplan und den Marketing-Mix von Apple Joe. Die detaillierte Kostenplanung für die ersten drei Geschäftsjahre überzeugte die Jury ebenso wie das Konzept, neben der klassischen Anzeigenwerbung auch das Fernsehen und einen regelmäßigen Newsletter per Email für die Werbung zu nutzen. „Man muß auf jeden Fall fünf Prozent seiner laufenden Kosten in die Werbung stecken“, sagt Martin Schwenk und klingt dabei wie ein alter Hase. Martin will später Archäologie studieren, und Jochen will in die IT-Branche einsteigen. Christian Pulwer und Martin Stepken haben gerade ihre Ausbildung begonnen, der eine als Lacklaborant, der andere als Sozialversicherungsfachmann bei der Knappschaft. „Aber vielleicht machen wir ja doch noch irgendwann unsere Firma auf“, sind sich die vier einig.
Mittags frische Salate
Auf Platz zwei der Gründungswerkstatt landete die Gruppe „Green Wave“ um Johanna Saxe. Die vier Mädchen vom Grafschafter Gymnasium waren eigentlich zu jung, um an dem Spiel mitzumachen. Sie wollten aber unbedingt, und so erwirkte Monika Pogacic, Jugendmarktbetreuerin der Sparkasse Moers, in Düsseldorf eine Ausnahmegenehmigung. Mit ihrer Unternehmensidee, in der Nähe der Universität Duisburg mittags frische Salate anzubieten, sowie der vollständigen Lösung aller gestellten Aufgaben sammelten sie genügend Punkte für Platz zwei.
Außer den Siegprämien von 250 und 200 Euro erhielten alle Teilnehmer von der Sparkasse Moers eine Einladung zu einem Kinonachmittag im Atlantik-Filmpalast.